Aus dem Vereinsleben
Übergabe Obstbaumreihe Sosa Köhlerweg
Anlässlich unseres 25.jährigen Vereinsbestehen übergaben wir der Öffentlichkeit den Obstbaumsteig
Köhlerweg in Sosa. Die 50 verschiedenen Obstbäume welche nach ihrer Eignung für die
Klimaverhältnisse des Erzgebirges ausgewählt wurde wurden mit jeweils einem Sortenschild
gekennzeichnet. Auf diesem sind neben dem Sortennamen auch einige Merkmale dieser zu finden.
Einen wichtigen Beitrag zur Fertigstellung der Obstbaumreihe leistete der Flächeneigentümer
Sachsenforst indem er große Pflanzlöcher mit dem Bagger ausheben ließ, die optimale
Voraussetzungen für einen erfolgreichen Baumwuchs bedeutet.
Unser Verein möchte sich bei allen Helfern für ihre Unterstützung nochmal danken.
An Dreistigkeit kaum zu überbieten!
Die Freunde des Rotwildes (Hirsche)im Erzgebirge proben den Aufstand, eine Revolte gegen die
Vernunft.
Der Sachsenforst im Forstbereich Marienberg hat nun doch nach jahrelangem Zögern erkennen
müssen, dass der Waldumbau im Erzgebirge hin zu stabilen standortgerechten Mischwäldern
höchste Priorität haben muss. Und wollen wir wieder Baumarten wie Rotbuchen, Weißtannen und
Bergahorn großflächig in unseren Forsten anpflanzen, dann müssen wir auf aufwendige Gatterungen
verzichten können. Das bedeutet, die Wildbestände müssen während dieser Umbauphase deutlich
gesenkt werden. Und es funktioniert, wie wir es im Forstbereich Eibenstock sehen können. Der Weg
dahin ist praktisch fundiert und alternativlos, eine heraufbeschworene Ausrottung des Rotwildes
stand und steht dabei nicht zur Debatte.
Viele Jäger in diesem Bereich (FB Marienberg), welche über viele Jahre den Wald nur als ihre
Jagdkulisse verstanden haben, plagt jetzt die Angst vor der Ausrottung des Rotwildes, Angst vor
bescheideneren Trophäenschauen und Angst vor den geringeren Jagderfolgen. Menschlich ist dies
vielleicht nachvollziehbar, aber gesellschaftlich nicht akzeptabel
.
Wir glauben auch dieser Winter zeigt erneut, wie sich unser Klima unbestritten und dramatisch
verändert hat. Wir müssen schnellstmöglich reagieren. Das verlangt aber auch, unsere Wälder so
aufzubauen, dass sie sich den dramatisch ändernden Bedingungen anpassen können. Baumarten
mit einer großen Widerstandsfähigkeit müssen eingebracht werden. Wie die tiefwurzelnde Weißtanne
mit einem besseren Bodenaufschluss oder heimische Laubbäume mit einer höheren Toleranz
gegenüber Klimaschwankungen.
Neben diesen waldstabilisierenden Eigenschaften der benannten heimischen Mischbaumarten wird
auch ein unschätzbarer hoher Beitrag zur natürlichen Artenvielfalt geleistet. Seltenste Tier- und
Pflanzenarten können in diesen Mischwäldern wieder heimisch werden. Da diese aber in der Regel
trophäenlos und nur unscheinbar dahinleben sind sie auch nicht im Fokus der Jäger.
Gerade ein wildgeschundenes Waldgebiet wie Steinbach nehmen die Jäger als Aufhänger ihres
Protestes. Das ist für unseren Verein so nicht hinnehmbar und wir appellieren an alle Naturfreunde
die demagogische Kampagne der Jäger zu enttarnen.
Würden sich die betroffenen Jäger mehr ihrer ökologischen Aufgabe besinnen und sich nicht
stattdessen mit unnützer Entenjagd und Muffelwildpflege beschäftigen, sehe es besser in den
Wäldern Marienbergs aus.
Die dringliche, gesellschaftliche Aufgabe des Waldumbaues mit all seinen Konsequenten erfolgt im
Sinne unserer Kinder, und Kindeskinder, man muss sich nur darauf einlassen.
Vereinsausflug ins Altmühltal über Pfingsten
Diese Jahr fuhren 28 Vereinsmitglieder und Freunde ins das bayrische Altmühltal.
Untergebracht waren die Naturfreunde in eine Jugendherberge in Eichstädt ein schönes idyllisches Örtchen an
der Altmühle. Von hier aus unternahmen wir in die Umgebung interessante Wanderungen. So in Gebiete mit
botanisch wertvoller Kalkhänge mit Trockenrasenbereichen. Aber auch schöne Buchen- Waldmeister Wälder
wurden bei schönem Wetter durchwandert.
An einem Tag suchten wir in einem Kalkbruch nach Fossilien und wurden auch fündig. Dieses war besonders
für die Kinder ein Höhepunkt der Reise.
Auf der Rückreise machten wir Halt an dem landschaftlich schönen Donaudurchbruch am Kloster Weltenburg
in der Nähe von Regensburg. Mit diesen vielen Eindrücken kamen wir wohlbehalten am Pfingstmontag in
Eibenstock wieder an.
Und freuen uns schon auf einen neuen Vereinsausflug im kommenden Jahr.
GAW
Naturschutzverein Grüne Aktion Westerzgebirge e.V.