GAW Aktuelles
Naturschutzverein Grüne Aktion Westerzgebirge e.V.
Zu Besuch beim Schäfer In der ersten Woche der Winterferien (7. Februar 2013) verschlug es die Grünstifte zu einem Schäfer nach Zschorlau. Hier konnten wir vieles über die Schafhaltung und Wanderschäferei erfahren, auch was mit der Wolle passiert interessierte uns sehr. Derzeit war gerade Lammzeit mit zahlreichem Nachwuchs im Stall. Im Oktober, wenn der Schäfer draußen unterwegs ist und mit seinen Hunden hütet, wollen wir ihn nochmal besuchen. Und in der zweiten Ferienwoche werden wir mit der Schafwolle unserer Vereinsschafe in unserem neuen Domizil im Kunsthaus was Warmes filzen. Die Schafe frieren ja schließlich auch nicht.
Die Grünstifte - der Coburger Fuchs - die Sommerferien 2015  Die Sommerferien sind lang  und eigentlich fast jeder freut sich über die schöne freie Zeit. Diese freie Zeit haben die Grünstifte tatkräftig genutzt. Der Bauer Heinz aus Rottmannsdorf bei Zwickau schenkte uns nämlich von mehreren Schafen der alten Nutztierrasse „Coburger Fuchs“ wunderschönes Schaffell. Beim allerersten Blickkontakt mit der vermeintlich so edlen Wolle hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Auch ging von dieser eine geruchliche „Belastung“ aus. Die Vorzeichen waren also nicht ganz so motivierend. Jedoch hielten uns das Wetter und die Aussicht auf ein tolles Picknick in der Baumschule bei Laune. Zuerst hieß es die Wolle vom groben Schmutz zu befreien. Da finden sich Reste von Stroh und Heu sowie zerdrückte Schafködeln. Anfängliches Zögern ließ schnell nach, denn wir wollten ja was schaffen an dem Tag. Während ein Teil der Grünstifte aussortierte füllte der andere Teil mehrere Waschwannen mit Regenwasser (teilweise warm). So wurde dann in der Waschstraße mit dem Waschen der Wolle begonnen. Das Wetter war uns hold, so dass auch mal schnell die Füße oder, wie Greta es beherzt angegangen ist, komplett ganze Menschen in der Waschwanne verschwanden. Mann oh Mann, da kam aber auch ein Dreck zusammen (natürlich von der Wolle). Tatsächlich wurde die Wolle richtig hell bis auf die rötlichen Wollfasern, die so typisch für den Coburger Fuchs sind. Richtig begeistern konnten sich die Grünstifte bei diesen Erfolgen (gemessen am Dreckwasser). Schließlich landeten hier nun ein Teil des Wollfettes, Schweiß und Pipi im Wasser. Der letzte Spülgang im klaren Wasser war die Vorbereitung zum wohl besten Erlebnis diesen Tages: die Wäscheschleuder. Alle wollten/mussten unbedingt den Deckel während des Schleuderns lautstark festhalten. Tolle Töne kamen hier zur Geltung. In völliger Ausgeglichenheit und scheinbar mit sich und der Welt gänzlich zufrieden, hängte anschließend unsere Hella, die geschleuderte Wolle zum Trocknen auf. Das waren einige Meter. Da zeigte sich, dass bereits das Waschen vor allem am Anfang des Waschtages, bereits zum Verfilzen der feinen Wolle beigetragen hat. So hingen hier und da so manche Dreadlocks an der Wäscheleine herunter. Vielen Dank Kinder, ihr wart an diesem Tag spitze! Nun hieß es die gewaschene Wolle für unsere weiteren Vorhaben (Färben und oder Filzen) vorzubereiten. Leider war die gute alte Kardiermaschine der Firma Dimmel aus Eibenstock kaputt. Das darf sie auch, denn die ist wirklich schon über 100 Jahre alt. Nun musste schnell eine Lösung gesucht werden. Diese fand sich durch eine wirklich kurze Internetrecherche (Wollkamm bei ebay-Kleinanzeigen eingeben) bei Familie Schlüter in Kemtau bei Burkhardtsdorf. Die luden unsere ganze Mannschaft tatsächlich zu sich nach Hause ein, wo wir unsere gesamte Wolle vorbereiten konnten. Das war ein richtig toller Tag. Highlight war wohl für viele das Scheren des Angorakaninchens Moritz. Wie weich Angora- Wolle ist, konnte jeder an diesem Tag spüren. Moritz freute sich in der Hitze riesig. Toll war auch, dass wer wollte, sich eine Handspindel drechseln konnte. Da konnten vor allem die Jungs im Nachhinein so richtig losspinnen, was auch gut geklappt hat. Natürlich erledigten wir so nebenbei in richtig toller Atmosphäre unsere Wolle und machten sie wieder reisefertig für die Zugfahrt. Der Shuttelservice vom und zum Bahnhof war auch nicht zu unterschätzen.DANKE für das tolle Abschiedseis. Liebe Familie Schlüter: „is war fei richtig schie bei Euch“ und hoffentlich bis bald. Für Neugierig gewordene: https://supr.com/wollschaaarfs-hoflaedchen/